Regional-Info

Pirmin Bischof sei Dank – die Hotelpreise sind wieder «frei»

» Mehr

Kopf der Woche

«Wir sind enorm stolz auf unsere drei ex Junioren an der WM»

» Mehr

Werbung

Inserieren in der Solothurner Woche - Wir beraten Sie gerne

» Mehr
Pirmin Bischof sei Dank – die Hotelpreise sind wieder «frei»

Pirmin Bischof sei Dank – die Hotelpreise sind wieder «frei»


Eine Motion von Pirmin Bischof hat dazu geführt, dass Hotels nun wieder freie Preise anbieten können.


Good News für alle Hotelgäste: Hotels dürfen Zimmer wieder günstiger anbieten, als auf Online-Buchungsplattformen. Der Anstoss dazu kam vom Solothurner Mitte-Ständerat Pirmin Bischof. 

 

Booking.com und ähnliche Anbieter konnten Hotels bislang verbieten, ihre Zimmer auf anderen Kanälen, z. B. auf der eigenen Website oder direkt an der Rezeption, günstiger anzubieten als auf eben der Plattform. Jetzt hat der Bundesrat das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb angepasst und entsprechende Vertragsklauseln per 1. Dezember verboten. Die Beherbergungsbetriebe sind damit in ihrer Preis- und Angebotsgestaltung wieder frei. Die Vorlage geht auf einen Vorstoss des Solothurner Mitte-Ständerats Pirmin Bischoff aus dem Jahr 2016 zurück. «Buchungsplattformen verlangen von den Hotels teils exorbitante Kommissionen, abhängig von Destination und Positionierung. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Betriebs zu erhalten, ist es daher für die Hoteliers existenziell, den Direktvertrieb über die hoteleigene Website fördern zu können», hatte Bischoff in seiner Motion geschildert. Nun, es war ein langer, politischer Weg zurück zur «freien, helvetischen Hotelmarktwirtschaft». Aber jetzt ist er geschafft. Am meisten freut das die Konsumentinnen und Konsumenten, die fortan wieder von einem polyvalent bestimmten Markt profitieren können. 

Wettbewerb behindert

«Diese Bestimmung hat den Wettbewerb massiv behindert», sagt Andreas Züllig, Präsident des Verbands Hotelerisuisse und Chef im Hotel Schweizerhof in der Lenzerheide. Grosse Plattformen waren so in der Lage, kleinen und mittelgrossen Beherbergungsbetrieben ihre Regeln zu diktieren. Mit dem Wegfall der Paritätsklausel haben die Beherbungsbetriebe in der Schweiz nun ihre unternehmerische Freiheit zurückgewonnen. Heisst: Sie können jetzt freie Zimmer auf ihrer Website oder an der Rezeption anbieten und trotzdem weiter Booking-Plattformen nutzen. Ab Dezember ist es möglich, auf der Homepage bessere Angebote zu machen als auf trivago.ch, Booking.com oder anderen derartigen Plattformen. Es lohnt sich für Konsumentinnen und Konsumenten also wieder, nachzusehen respektive im Hotel direkt nachzufragen. Ein Vorteil auch für Reisebüros, die da nun mehr Beratungsspielraum gewinnen. Wer trotzdem weiter auf Geschäftsbedingungen setzt, die Hotels bei ihren Konditionen einschränken, handelt illegal und kann entsprechend verklagt werden. … 

Michael Schenk