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Wirt Paul Flück stellt seine erste CD «Flück im Glück» vor


Paul Flück landete mit dem Corona- Schottisch «Co-co-co-Corona» einen Youtube-Hit. Nun folgt die CD «Flück im Glück», auf welcher der Kronen-Wirt gemeinsam mit Musikerkollegen unterhaltsame Lieder präsentiert. Titel wie «Wer nichts wird, wird Wirt» und «Nid la stresse» stehen für die Biografie und den Humor des Kochs aus Luterbach.

Paul Flück ist ein Mann mit raumfüllender Statur, Humor und Charisma. Ein Mensch, der immer in Bewegung ist, als Gastronom seine Berufung gefunden hat. Ein Mann auch, zu dessen Passionen die Musik zählt. Kaum erklingt irgendwo eine Melodie, schunkelt und summt Paul Flück, nimmt sein Körper den Rhythmus auf. Ergo war auch während des Lockdowns nicht an Stillhalten zu denken. Doch wie alle Gastronomen musste auch Paul Flück wegen der Corona-Pandemie sein Restaurant schliessen. Als er die Gäste nicht mehr kulinarisch verwöhnen durfte, servierte er ihnen kurzerhand auf Youtube und anderen digitalen Kanälen den «Corona-Schottisch ». In der Kronen-Küche stand Paul Flück für einmal nicht hinter dem Herd, sondern spielt zwischen Rührschüsseln, Pfannen und Gewürzen auf dem Schwyzerörgeli und sang das Corona-Lied. Kaum war der Clip ins Netz gestellt, erreichte er innert kürzester Zeit über 50’000 Klicks. «Das Video ging ab wie eine Rakete. Der Erfolg überraschte mich total», lacht Paul Flück, der den Nerv der Zeit getroffen hat. Erfreut registrierte auch Komponist und Texter Stefan Schwarz wie sich der Ohrwurm zum digitalen Hit entwickelte. «Stefan erzählte, er hätte noch andere «gmögige und lustige» Lieder in der Schublade, die perfekt auf einen Interpreten wie mich zugeschnitten seien.» Damit überzeugte der Inhaber von Adler-Medien den Kronen- Wirt, erstmals ein Aufnahmestudio zu betreten und eine CD aufzunehmen. «Während den Lockdown-Tagen hatten wir alles alles geputzt, aufgeräumt und gewaschen. Ich war mit der Arbeit à jour und frei für die Erfahrung, eine Silberscheibe zu produzieren. » Für die Basis der Tonaufnahmen konnte mit dem Musiker Martin Schütz ein weiterer Freund von Stefan Schwarz und Paul Flück an Bord geholt werden. Gleich nachdem die einschränkenden Massnahmen gelockert wurden, trafen sie sich im Homestudio von Schwarz mit einigen weiteren Musikerkollegen und Weggefährten, lieferten den Instrumental-Sound zur Singstimme. «Die Nacht davor habe ich praktisch kein Auge zugetan. Ich war viel zu aufgeregt zum Schlafen», lächelt der singende Koch.

Die Musik liegt in den Genen
Kaum zu glauben. Hat der in Hubersdorf aufgewachsene Gastronom doch schon gesungen und Schwyzerörgeli gespielt, lange bevor er die Kochlehre und die Wirteprüfung abschloss. «In unserer Familie gehörte die Hausmusik zur Tradition. Ich habe mit meinem Vater, den Geschwistern und Verwandten musiziert. Mit den Jahren wuchs ich in die Musikszene hinein, lernte Grössen der Volksmusik kennen. Einige davon haben eigens für diese CD getextet oder komponiert », setzt er stolz hinzu. Titel wie «Cordon-Bleu» oder «So ne Jass macht Spass» sind dem Alltag des Wirts entlehnt. «Ich koche und esse leidenschaftlich gerne und bin beim Jassen mit von der Partie», schmunzelt er bestätigend. Im Augenblick werden diese Leidenschaften von den Corona- Auflagen erschwert. «Ich bin sehr glücklich, dass wir den Betrieb wieder aufnehmen durften. Deswegen passt der CDTitel «Flück im Glück» wunderbar.» Bevor er und seine Partnerin Karin Sommer die Krone in Luterbach wieder öffneten, mussten fünfzig Stühle und fünf Tische extern lagern, um die Abstandsauflagen zu erfüllen. Zwar sind sie gut in die Nach-Lockdown- Ära gestartet, doch der Zusatzaufwand mit ständigem Desinfizieren sei enorm. Paul Flück freut sich, wenn an einer «Stubete» oder einem Candle-Light-Dinner wieder Live-Musik erklingt, der Virus nicht mehr den Alltag bestimmt.

Silvia Rietz