Leute

Easy-Rider-Feeling genossen

» Mehr

Regio Info

Kabis hobeln und würziges Sauerkraut herstellen

» Mehr

Kopf der Woche

Nathalie Jäggi

» Mehr
Nathalie Jäggi

Von der Schulbank auf den Elite-Laufsteg


Nathalie Jäggi ist jung, intelligent, schön – und hat Ende August den Elite Model Look Switzerland 2017 gewonnen.  Die Newcomerin im Reigen der Beautys wird Ende November am Elite-Weltfinale in Mailand über den Laufsteg schweben. 

Schon einmal öffnete der Elite Model Look Schweiz einer Solothurnerin die Tür zur internationalen Karriere: Die 1992 geborene Bucheggbergerin Ronja Furrer wird von renommierten Marken wie Gucci und Jean Paul Gaultier gebucht. Mit Nathalie Jäggi steht nun eine weitere schöne Solothurnerin im Rampenlicht, könnte den Sprung vom Elite-Wettbewerb in die Elite der Profi-Models schaffen. Im Moment spielt das Modeln zwar nur eine Nebenrolle. Obschon sie während den Schulferien und an Wochenenden bereits von bekannten Marken gebucht wird, zielt ihr Ehrgeiz auf die  Matura. Das Modelbusiness wird nebenbei betrieben. Die von Natur aus eher zurückhaltende Gymnasiastin war zwar von Fashionweeks schon immer fasziniert, doch eine Karriere auf dem Laufsteg gehörten nicht zu ihren Jungmädchenträume. Vielmehr fiel die Ausstrahlung und das Auftreten der brünetten Schönheit ihrer Tante Desiree auf. Sie motivierte die Nichte, am Casting für den Modelwettbewerb teilzunehmen. Nathalie, die am liebsten bequeme Kleider und flache Schuhe trägt, übte nun, mit High Heels den Korridor abzuschreiten. «Das war ein Umgewöhnen», lacht Nathalie. Lara Jäggi überwachte als Coach die Schritte und die Haltung ihrer 1,77 Meter grossen «kleinen» Schwester. «Mehr habe ich nicht getan um mich auf den ersten Test vorzubereiten», erzählt sie. Nervös sei sie auch nicht gewesen, sondern vor dem Casting mit Mama shoppen gegangen um die Wartezeit zu verkürzen. Dank der natürlichen Anmut gehörte Nathalie Jäggi zum Kreis der Auserwählten. Zur ersten Wettbewerbsrunde holte sie die Mutter direkt von der Schule ab. Der gefürchtete Baregg-Stau Richtung Zürich liess Mamas Nerven flattern, während Tochter Nathalie gelassen blieb. Auf den letzten Drücker eingetroffen, qualifizierte sich die Kandidatin gleich für die zweite Runde. «Ich konnte es kaum glauben. Vor lauter Freude vergass ich mich umzuziehen und musste dann richtig Gas geben“, schmunzelt sie. Ende August trippelten dann nur noch die Finalistinnen über den Laufsteg. Da sie für das Einstudieren der Choreografie, das Schminken und Anproben früher im Grand Hotel sein musste, fuhr Nathalie Jäggli mit dem Zug. Im Abteil sinnierte sie nicht über das Kommenden, sondern lernte für die Chemieprüfung. 

Potenzial zum Top-Model
Erscheinen mussten die künftigen Models ungeschminkt und ohne Gel im Haar. «Haarstylisten und Visagisten kümmerten sich um uns, zauberten zu jeder Robe die perfekte Frisur, das passende Make-up. Die Designer ihrerseits verpassten dem Outfit den letzten Schliff.» Elegant glitt Nathalie Jäggi über das Parkett. Sie fühlte sich von der Familie und Freunden getragen, gab ihr Bestes. «Als mein Name als Siegerin genannt wurde, konnte ich es erst nicht fassen. Doch selbst hinter der Bühne hörte ich den Freudenschrei meines ansonsten eher bedächtigen Vaters. Da wusste ich, es ist wahr, ich habe gewonnen.» Nach der Siegerehrung des Elite Model Look Switzerland, tanzte sie mit den Finalistinnen und Finalisten um runterzukommen. Die grosse Feier liess sie allerdings sausen. Wegen der Chemieprüfung. Zielstrebigkeit und Disziplin sind Nathalie eigen, gehören neben gutem Aussehen zu den Grundvoraussetzungen, um in die Gilde der Top-Models vorzudringen. Mit ihrem gradlinigen Charakter, Intelligenz und Charisma, bringt Nathalie Jäggi weit mehr als einen perfekten Körper und ein schönes Gesicht mit. Ursula Knecht, Inhaberin der Modelagentur Option, hat die Wettbewerbssiegerin und die Finalisten unter ihre Fittiche genommen und ihnen Aufträge verschafft. Das Fotoshooting für Godwell und Coiffeur Valentino gehören zu den ersten Stufen, die weit nach oben führen können. Das Potenzial ist vorhanden. Nun heisst es für die Familie, Ende November für Nathalies Auftritt am Elite-Weltfinal die Daumen drücken.                        Silvia Rietz